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Autorenwettbewerb 2009
13. Platz: "Aufbruch"

Florian Heller

Clauss-Hausens Muskeln spannten sich unweigerlich, als die ausgerufenen Zahlen die Zehnergrenze unterschritten. Der Countdown ließ sich von Clauss-Hausens Nervosität nicht beeindrucken.
... drei... zwei... eins...
Der Deutsche schloss die Augen und biss die Zähne zusammen.
... Zündung.
Die kleine Fähre legte von der Orionsonde ab. Es war ein leichter Schub von weniger als einem Zehntel der Erdbeschleunigung. Nach wenigen Sekunden entspannte sich Clauss-Hausen wieder. Er blieb selten länger im All, der Großteil seiner Raumflüge fand zwischen der Erde und dem Orbit statt. Sie verliefen wesentlich unsanfter als die leichte Beschleunigung, der er im Moment ausgesetzt war, sie hatten ihn jedoch darauf konditioniert, sich in Erwartung eines Raketenschubes zu verspannen, sobald in einem Raumschiff ein Countdown gezählt wurde. Er hatte es sich schon vor langer Zeit abgewöhnt zu versuchen, sich das abzugewöhnen.

Die Orionsonde befand sich im Rücken der Fähre. Seine Arbeit der vergangenen zehn Jahre war in dieses Projekt geflossen, und allein in den letzten fünf Jahren hatte er doppelt so viele Reisen in den Erdorbit absolviert wie in den zwanzig davor insgesamt. Clauss-Hausens neunzig Kilo Körpermasse blieben unter dem Schub erhalten, doch sie erschienen ihm nun wie angenehme neun Kilo auf der Erde. Er griff nach den Armstützen und hob sich leichthändig aus dem Sitz. Seine Hand fand den Griff am Bullauge. Obwohl er wusste, wie aussichtslos es war, einen letzten Blick auf die Sonde zu erhaschen, schaute er suchend hinaus ins sternenbesetzte Schwarz des Alls. Es gab ohnehin nichts anderes mehr für ihn zu tun.

Aus Mangel an visuellen Eindrücken ließ er die Orionsonde vor seinem geistigen Auge erscheinen. Sie war ein klobiger Zylinder von hundert Metern Länge und dreißig Metern Durchmesser. An ihrem Heck befand sich eine hundert Meter messende, extrem massiv gebaute Parabolschüssel, die bald den Explosionen von Kernsprengköpfen ausgesetzt werden würde.

Der sich schnell bewegende Stern einer anderen Fähre wanderte in sein Blickfeld. Möglich, dass es die war, die Jonathan Howarth an Bord hatte. Clauss-Hausens Blick folgte dem Stern, während er sich ausmalte, wie die Szene von außen wirken mochte. Ein großer Transporter und fünf Fähren bewegten sich in diesem Moment radial von der Orionsonde weg. Dutzende von Sonden befanden sich in der Nähe sowie entlang des Weges, den die Sonde aus dem Sonnensystem hinaus nehmen würde. An guter Dokumentation würde es dem Ereignis auch ohne die bemannten Beobachter nicht mangeln.

Clauss-Hausen bedauerte, dass die Beobachtungspositionen der Fähren aus seiner Meinung nach übertriebenen Sicherheitsgründen zu weit von der Orionsonde entfernt waren, um sie mit bloßem Auge noch als solche erkennen zu können. Er würde sie noch einige Male auf Monitoren in Großaufnahme erblicken, doch sie würde seinem bloßen Auge nie wieder größer als ein undefinierbarer Lichtpunkt erscheinen. Wehmütig wünschte er sich, mit der Orion loszufliegen.

Langsam wanderte die andere Fähre wieder aus dem eingeschränkten Sichtbereich des Bullauges. Die Fähren waren reine Weltraumfahrzeuge, aerodynamische Gesichtspunkte hatten bei ihrer Konstruktion keine Rolle gespielt. Wenn sie jemals in eine Lufthülle eintreten sollten, dann würden Fachleute das einen ungeplanten Atmosphärenkontakt nennen. Andere würde schlicht von einem Absturz sprechen. Sie waren lediglich Beiboote des großen Raumtransporters, der sich im Moment in entgegengesetzter Richtung von der Orionsonde entfernte, und sahen in erdgewohnten Augen nicht besonders vertrauenerweckend aus. Fünfzehn Meter lange und vier Meter durchmessende Zylinder, aus denen scheinbar wirr Antennen und Halterungen herausragten. Die Antriebssektionen der chemischen Triebwerke machten alleine zehn Meter der Länge aus. Die Verwendung der neuen Fusionstriebwerke wäre in diesen kleinen Beibooten dem Schießen mit Kanonen auf Spatzen gleichgekommen. Weder die Zwecke noch die Einsatzdauer hätten einen solchen Aufwand und die damit verbundenen Kosten gerechtfertigt.

Clauss-Hausen zog sich einige Male am Griffstück auf und ab, dann ließ er los. Er hatte sich nur wenig schräg hinter dem Pilotensitz befunden, nun trieb er an sechzehn ausdruckslosen Gesichtern vorbei, die auf ihren Körpern in den auf mehreren Ebenen gestaffelten Sitzen saßen. Er genoss die Unwirklichkeit dieses harmlosen Falls vier Meter in die Tiefe der Passagierzelle. Auf der Erde hätte ihm diese Höhe selbst unter günstigen Umständen einen Krankenhausaufenthalt beschert. Anders als viele andere mochte Clauss-Hausen Krankenhäuser - solange er in der Rolle des Besuchers war. Es befriedigte ihn dort stets, als Gesunder unter Kranken zu wandeln. Nur auf Friedhöfen fühlte er sich lebendiger. Das war sicherlich kein ehrbares Motiv, aber wenn er sich bei Krankenbesuchen schlecht fühlte, wäre damit auch niemandem geholfen. Seine Gewissensbisse hielten sich in Grenzen.

Er erreichte die Rückwand der Passagierzelle, wo er sich mühelos abfederte. Abschätzend schaute er den Zylinder der Zelle hinauf. Acht massive Schienen, an denen die Sitze angebracht waren, zogen sich der Länge nach daran entlang und endeten an der vollverglasten Decke der Pilotenkanzel. Schwierig, dort unter Erdbeschleunigung einzusteigen, dachte Clauss-Hausen. Er sah eine Weile verträumt hinauf, ehe er sich gelangweilt entschloss, wieder an seinen Sitz zurückzukehren. Er ging tief in die Hocke und stieß sich ab. Ein Sprung von fünf Metern unter 0,1 g entsprach einem Sprung von einem halben Meter auf der Erde. Tatsächlich musste er darauf bedacht sein, nicht zu hoch und damit gegen die Scheibe der Pilotenkanzel zu springen.

Obwohl Clauss-Hausen der Meinung war, gut gezielt zu haben, prallte er in einen Sitz der zweiten Ebene. Sich die angeschlagene Schulter reibend, fiel er zurück an seine Ausgangsposition. Beim Bodenkontakt federte er sich unsicherer als beim letzten Fall ab. Er schätzte missmutig die Bahn ein und sprang abermals. Wieder prallte er in den Sitz der zweiten Reihe, hielt sich dieses Mal aber daran fest.

"Dr. Clauss-Hausen!" Clauss-Hausen sah nach oben. Sammy Clifton, der Pilot, beugte sich weit aus seinem Sitz heraus und blickte vorwurfsvoll auf ihn herab. "Bitte begeben Sie sich wieder an Ihren Platz. Diese Herumtollerei stört die Balance der Fähre." "Das versuche ich ja", erwiderte Clauss-Hausen, peinlich berührt grinsend, "aber Zhou Fei schiebt ständig seinen Sitz in den Weg." Er zog sich an dem Sitz hoch und sah Zhou entschuldigend an. Der erwiderte den Blick mit einer Ausdruckslosigkeit, zu der nur Chinesen in der Lage sind.

"Das ist nicht die Orion", dozierte Clifton. "Unsere Masse ist gering. Wenn Sie hier herumspringen, hat das durchaus Auswirkungen auf die Lageregelung der Fähre." Er hob belehrend den Zeigefinger. "Ganz besonders, wenn sie unter Beschleunigung steht."

Clauss-Hausen befreite eine Hand um eine entschuldigende Geste zu zeigen, im Stillen aber bezweifelte er Cliftons Aussage außerordentlich. Er traute der Regelungstechnik des beginnenden dreiundzwanzigsten Jahrhunderts durchaus mehr zu. Vielmehr vermutete er, dass Clifton bei jedem seiner Sprünge den Kurs der Fähre leicht manipuliert hatte. Gerade genug, um Clauss-Hausen mit Zhou Feis Sessel kollidieren zu lassen. Im All war es oft sehr langweilig, da kamen selbst ernsthafte Leute auf die kindischsten Ideen.

"Schön", gab Clauss-Hausen nach. "Wie komme ich dann wieder nach oben?" Cliftons Mundwinkel zuckten verräterisch. "Gehen Sie ein paar Millionen Jahre in der Evolution zurück." Er deutete gönnerhaft auf die Streben an der Innenwand. "Klettern!" Clauss-Hausen grunzte unwillig. Er griff nach der nächstgelegenen Strebe und zog sich an der Wand entlang hinauf, bis er seinen Sitz erreichte. Geschickt schwang er sich hinein, dann blickte er heiter auf Sammy Clifton. "Ich hätte vermutet, dass Amerikas Raumfahrt weiter entwickelt wäre."

Der Pilot winkte ab und meinte lakonisch: "Wurde alles in Thailand konstruiert und in Frankreich gebaut." - "Aha." Clauss-Hausen fiel keine weitere Entgegnung ein. Er verspürte ohnehin kein drängendes Bedürfnis, sich weiter mitzuteilen. Entspannt lehnte er sich zurück und schaute aus der großen Frontscheibe. Sein Sitz war nur wenig hinter denen von Sammy Clifton und seinem Kopiloten zurückgesetzt. Die beiden hatten lediglich das Kommandopult und die Scheibe der Kanzel zwischen sich und dem Vakuum. In den letzten drei Monaten, seit sie die Orionsonde aus dem Erdorbit bis hierher hinter die Marsbahn geholt hatten, hatte Clauss-Hausen so viel Weltraum gesehen, dass ihm die Aussicht keinen Deut an Euphorie mehr abgewinnen konnte.

Die Natur des Antriebes der Orion hatte einen Start aus dem Erdorbit praktisch von selbst verboten. Mit der Ignoranz der Unwissenheit hatte die Öffentlichkeit - oder genauer: hatten jene, die die Öffentlichkeit in der Öffentlichkeit der Öffentlichkeit gegenüber zu vertreten vorgaben - gefordert, nicht nur den Start, sondern auch die Betankung der Sonde weit draußen im Raum vorzunehmen. Die Verantwortlichen der International Space Agency hatten darüber lediglich den Kopf geschüttelt. Die nuklearen Sprengsätze wurden schließlich auf der Erde hergestellt und von dort auch in den Weltraum geschossen. Das war der gefährlichste Teil der Mission, nicht die Bestückung der Orionsonde. Dort wurden die Sprengsätze lediglich von einem Flugkörper zum anderen transportiert. Die ISA hatte sich diesen öffentlichen Forderungen leicht gebeugt. Es macht sich immer gut, wenn man sich besorgt um die Meinung der Allgemeinheit zeigt. Wie so oft hatte sich niemand aus den Reihen der Kritiker die Mühe gemacht, nach der Projektplanung zu fragen, sondern schlichtweg angenommen, sie wüssten, was die ISA vorhatte, noch ehe die ISA es selbst wusste. Tatsächlich hatte nie jemand geplant, die Betankung im Erdorbit vorzunehmen. Clauss-Hausen war verblüfft, wie einfach sich die Leute etwas vormachen ließen.

Die Idee zum Antrieb der Orion war über zweihundert Jahre alt, und fast ebenso lange war sie umstritten. Der Umstand, dass sie jetzt zum ersten Mal wirkliche Anwendung fand, lag darin begründet, dass die Orion eine unbemannte Sonde war und ein sehr weit entferntes Ziel ansteuern sollte. Während der Antrieb noch durchaus innerhalb des Sonnensystems Anwendung finden konnte, schied eine Anwendung in der bemannten Raumfahrt durch die hohen Schubkräfte aus, die kein menschliches Besatzungsmitglied überleben konnte. Doch in der unbemannten Sonde würden sie dafür sorgen, dass die Orion vermutlich noch zu Clauss-Hausens Lebzeiten das Epsilon-Eridani-System erreichte. Ob er allerdings auch noch die mehr als zehn darauf folgenden Jahre überlebte, die ihre Signale benötigen würden, um die Erde zu erreichen, hing außerordentlich von den Fortschritten der Medizin ab. Immerhin war die Sonde der erste ernsthafte Versuch, ein anderes Sonnensystem anzufliegen. Clauss-Hausen stellte sich vor, was sie dort wirklich finden würde. Seine Gedanken drifteten ab.

"Brennschluss in zehn Sekunden." Clauss-Hausen schreckte hoch. Hatte er geschlafen? "Jetzt", bellte Sammy Clifton, dann verstummte das leise Summen aus der Antriebssektion. Die Fähre war dem schallisolierenden Vakuum ausgesetzt, doch die Vibrationen des Antriebs hatten sich durch das Material der Aufhängung fortgepflanzt - bis jetzt. Clauss-Hausen sah unbeteiligt auf seine Arme, die sich in der eingetretenen Schwerelosigkeit zwei Fremdkörpern gleich von seinem Torso wegzubewegen begannen. Dann sah er mit ausdruckslos dümmlichem Gesicht zu Clifton, als sei er über diesen Effekt maßlos überrascht.

Der Pilot schüttelte den Kopf und meinte: "Ich dachte immer, die großen Köpfe wären von ernsthafter Natur." Clauss-Hausen lächelte. "Nun, wir sind vor allem menschlicher Natur." - "Ja", murmelte Clifton. "Das hatte ich vergessen." Er begann, Knöpfe zu drücken. Mehr an der Trägheitsreaktion seiner schwebenden Arme bemerkte Clauss-Hausen, dass sich die Fähre zu drehen begann. Vor dem Bugfenster rotierte langsam der Sternenhimmel vorbei.

Die Monitore hatten die Orion während des Fluges nicht aus den Linsen gelassen, während die Automatik die steigende Entfernung unmerklich mit Erhöhung der Vergrößerung ausgeglichen hatte. Auf den Bildschirmen hatte es den Anschein, als hätte sich die Fähre nie von der Sonde entfernt. Trotz besseren Wissens geriet Clauss-Hausen in die Erwartungshaltung, eben dieses Bild auch vor der Bugkanzel zu sehen, nachdem die Fähre ihre Drehung vollendet hatte.

Clifton drückte wieder Knöpfe, worauf das Sternenmeer vor dem Fenster zur Ruhe kam. Vor ihnen stand das prächtige Sternbild des Orion. Die Sonde selbst war zwar sichtbar, doch auf diese Entfernung mit bloßen Augen von einem Stern nicht zu unterscheiden. Während der halben Stunde war unter 0,1 g die Distanz von fast 1.600 Kilometern zurückgelegt worden und selbst nach Brennschluss bewegte sich die Fähre nun konstant mit einer Geschwindigkeit von mehr als 6.300 Kilometern pro Stunde von der Sonde weg.

"Klasse", flüsterte der Kopilot ergriffen, mit dem ausgestreckten Finger auf den Gürtel des Himmelsjägers deutend. "Die Orion startet aus dem Sternbild des Orion. Wir hätten es nicht besser planen können." Clifton wandte sich stirnrunzelnd an seinen Kollegen. "Was redest du da, Fred? Wir haben es so geplant." Der Kopilot seufzte, als habe Clifton böswillig seine Seifenblasen zum Platzen gebracht. Sie saßen in der einzigen Fähre, aus deren Perspektive die Orionsonde aus dem Sternbild des Himmelsjägers startete, und würden damit das für die Öffentlichkeit interessanteste Bildmaterial liefern. Clauss-Hausen schüttelte abermals den Kopf über die Dummheit der Massen, denen der Hintergrund offensichtlich wichtiger war als das eigentliche Ereignis.

Er versuchte auszumachen, welcher der Sterne vor dem Bug die Orionsonde war. Es gelang ihm nicht und so verließ er sich einfach darauf, dass es einer der Sterne mittig des Sichtfeldes sein musste. Hinter ihm löste die Besatzung die Gurte. Es zog die Leute nach vorne, wie die Motten ins Licht. Sie drängten sich so nahe am Bugfenster zusammen wie sie nur konnten. Clauss-Hausen hatte einen der vier Sitze in der sprichwörtlich ersten Reihe, was ihn von der Versuchung, dem Mottenverhalten zu folgen, befreite. Die Minuten verrannen unter atemlosem Schweigen, nur der Funkverkehr prasselte gedämpft aus den Lautsprechern.

Clifton unterteilte den Frontmonitor über dem Kanzelfenster in zwei Bereiche. Einen, der die Sonde in großer Vergrößerung zeigte und einen, auf dem sie gerade noch als solche zu erkennen war. Der Countdown wurde nun im Sekundentakt gezählt, doch Clauss-Hausen hätte sich ohnehin angespannt. Die letzten Sekunden verstrichen. Dann leuchteten beide Bildschirmhälften auf. Gleichzeitig erschien ein heller Fleck im Sternenhimmel vor dem Fenster, das sich automatisch abdunkelte. Die Leuchterscheinung erlosch in Bruchteilen von Sekunden, Clauss-Hausen sah einen Stern davonrasen. Eine Minute später blähte sich der schnelle Stern noch einmal auf, wobei er seine Geschwindigkeit verdoppelte. Die zweite der Nuklearbomben, die die Sonde antrieben. Der Stern raste mit unwirklicher Geschwindigkeit durch das Blickfeld.
Dann erschien das dritte Leuchten vor dem Hintergrund der Sterne, doch es erschien fast genau dort, wo die Reise der Orion ihren Anfang genommen hatte. Es hielt sich wesentlich länger, ehe es verging.

"Was war das?", rief Clifton überrascht. "Das war doch nicht..." Er hielt ein und begann offenbar zu realisieren, dass etwas ernsthaft schief gelaufen sein musste. Stimmen wurden laut, niemand achtete mehr auf die Orionsonde, die zwischen den Sternen verblasste und bald nur noch durch das Blinken weiterer Antriebsschübe sichtbar war. Clifton hieb auf den Kopf der Funkanlage. Zahlreiche Stimmen klangen im selben Moment auf und zeugten davon, dass die Piloten der anderen Fähren genau dasselbe getan hatten.

Clauss-Hausen schloss die Augen. Fast fünfhundert Menschen hatten sich an Bord des Transporters befunden. Sie hatten vermutlich nicht einmal bemerkt, dass sie soeben in einer gewaltigen Nuklearexplosion in ihre Atome zerlegt worden waren. Das Geheimnis der Orionsonde war sicher, alle Beweise des bevorstehenden globalen Schwindels verließen gemeinsam mit ihr das Sonnensystem. Nur Clauss-Hausen und Jonathan Howarth blieben wissend zurück. Howarths Vorhaben mochte leider notwendig sein und langfristig einem noblen Ziel dienen, doch die moralischen Grundsätze des Amerikaners hinkten denen seiner Pläne weit hinterher. Es war nur eine Frage der Zeit, bis...

Ein schnell lauter werdendes Zischen im Heck der Fähre sagte Clauss-Hausen, dass die Zeit bereits gekommen war.