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Skylights
Highlights am Himmel 2017

Hans-Dieter Gera, Velbert

Abb. 1: Die Halbschatten-Mondfinsternis am 11. Februar 2017 (Fred Espenak, NASA)

Während das Vorjahr mit dem Merkurtransit am 9. Mai einen astronomischen Leckerbissen bot und Mars mit einer recht günstigen Opposition aufwartete, muss sich der Beobachter in Deutschland im Jahr 2017 mit eher magerer Kost begnügen. So können die Sternfreunde eigentlich nur noch hoffen, dass ein heller Komet oder eine Nova für Abwechslung im Beobachtungsalltag sorgen.

Finsternisse 2017

Im Jahr 2017 finden zwei Mondfinsternisse und zwei Sonnenfinsternisse statt. Den Anfang macht die Halbschatten-Mondfinsternis in der Nacht vom 10. auf den 11. Februar. Halbschatten-Finsternisse sind in der Regel unauffällige Ereignisse und werden daher leicht übersehen. In diesem Fall jedoch dringt der Vollmond zu 99%, also fast mit seinem kompletten Durchmesser, in den Halbschatten der Erde ein (Abb.1). Somit dürfte die rauchartige Verdüsterung insbesondere des nördlichen Teils des Mondes, der nahe an den Kernschatten herankommt, auch dem weniger geübten Beobachter leicht auffallen. Zur Finsternismitte am 11. Februar um 1h45m MEZ steht der Mond ca. 45° hoch im Südwesten.

Am 26. Februar ereignet sich eine ringförmige Sonnenfinsternis, die in Mittel-Europa komplett unbeobachtbar bleibt. Sie ist im Südpazifik, dem Süden Südamerikas (Chile, Argentinien), im Südatlantik sowie im südlichen Teil Afrikas (Angola, Dem. Rep. Kongo, Sambia) sichtbar. Die ringförmige Phase dauert maximal 44sec und wird mitten im Südatlantik zwischen Südamerika und Afrika erreicht.

Die nächste Finsternis ist die partielle Mondfinsternis am 7. August. Sie nimmt sich recht bescheiden aus, lediglich ca. 25% der Mondscheibe werden vom Kernschatten der Erde bestrichen. Zudem liefert die Finsternis für uns nur ein Teilerlebnis, da der Höhepunkt des Ereignisses bei Mondaufgang um 20h43m MESZ schon seit 20 Minuten vorbei ist. Bereits eine halbe Stunde später, um 21h18m MESZ, verlässt der Mond den Kernschatten.

Den Höhepunkt im Finsternisjahr 2017 bildet zweifellos die totale Sonnenfinsternis am 21. August. Sie ist im Saroszyklus der direkte Nachfolger der legendären „Regenfinsternis“ vom 11. August 1999, an die sich viele von uns noch gut erinnern werden. Die Totalitätszone verläuft quer durch die USA, u.a. durch die Staaten Oregon, Idaho, Wyoming, Nebraska, Missouri und South Carolina. Die maximale Totalitätsdauer beträgt 2m40sec und wird im Staat Missouri erreicht. Der Beginn der Finsternis kann in Westeuropa kurz vor Sonnenuntergang noch gesehen werden, so z.B. in Spanien, Frankreich und England. Auf der Kanareninsel Gran Canaria geht die Sonne zu immerhin 40% verfinstert unter. Im äußersten Nordwesten Deutschlands kann der Beginn der Finsternis soeben noch verfolgt werden: So geht die Sonne auf der Insel Borkum zu gerade mal 1% verfinstert unter. Ausführliche Berichte über die Finsternis werden in den STERNZEIT-Ausgaben 3 und 4/2017 zu lesen sein.

 

Titelbild Ausgabe 1/2017

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