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Dunkler Himmel über Afrika - Gut, besser, Namibia

Peter Osenberg

Gruppenbild mit Guide
Foto: Uwe Dreier

Peter Osenberg, Remscheid

Einmal im Leben den Südsternhimmel mit eigenen Augen sehen. Dieses Ziel hatte ich schon seit vielen Jahrzehnten, in denen ich mich nun schon mit dem Hobby Astronomie beschäftige. Also Südafrika, Südamerika oder Australien! Die Wahl fiel leicht - das südliche Afrika sollte es sein.

Um es gleich vorweg zu nehmen: es war von Anfang an kein reiner Astro-Urlaub in Namibia geplant. Dies war der Kompromiss, den ich quasi eingehen musste. Im Vordergrund stand vielmehr das Kennenlernen dieses außergewöhnlich schönen Landes im Süden Afrikas. Das war für kurze Zeit um die vorletzte Jahrhundertwende herum sogar eine deutsche Kolonie und stand danach lange Zeit unter der Verwaltung von Südafrika, ehe es 1990 unabhängig wurde.

Namibia ist etwa 2 ½ mal so groß wie Deutschland, hat aber weniger Einwohner als Berlin, obwohl die Tendenz stark steigend ist. Gibt unser Reiseführer (Auflage von 2002) noch 150.000 Einwohner für die Hauptstadt Windhoek an, so wohnen dort derzeit bereits mehr als eine halbe Million - viele jedoch in den Townships am Rande der Stadt und unter sicherlich ähnlich schlechten Bedingungen wie in vielen anderen vergleichbaren Ländern. Allerdings: wenn schon Afrika, dann kam für mich nur Namibia in Frage, das ich für das sicherste Land auf dem "schwarzen Kontinent" halte. Und eine Verständigung in Englisch und oft auch in Deutsch ist dort relativ problemlos möglich.
Die Vorbereitungen für unseren Urlaub begannen bereits im Sommer 2013, nachdem ich meine Frau vom Reiseziel Namibia überzeugt hatte. In Frage kamen prinzipiell nur die Monate Juli bis Oktober, wobei der September der beste Kompromiss zu sein schien: noch weitestgehend gute Wetterbedingungen zur Himmelsbeobachtung, nicht mehr zu kalte Nächte und schon trocken genug, um die Tierwelt an den Wasserlöchern beobachten zu können. Letztendlich war auch die Mondphase zu berücksichtigen - Vollmond ist für Astronomen ähnlich schlecht wie Regen.

Die Wahl fiel demzufolge auf den Zeitraum vom 05. bis 25.09.2014. Nach einer 14-tägigen Rundreise sollten dann noch 6 Nächte in der Zeit kurz vor Neumond für den astronomischen Teil zur Verfügung stehen, was sich im Nachhinein als gute Wahl erwiesen hat, denn die Rundreise war ziemlich anstrengend. Originalton der Reisegruppe "wir sind ja nicht zum Spaß hier". Nach diesen Vorarbeiten blieb nun "nur" noch, eine passende Rundreise und eine gute Astro-Farm zu finden, beides zu möglichst bezahlbaren Preisen. Und in beiden Bereichen war die Auswahl nicht sehr groß.

Was die Rundreise anbelangt, hat uns das Angebot von Neckermann/Thomas Cook am meisten überzeugt. Reiseroute und Etappenziele schienen uns gut abgestimmt zu sein, was wir im Nachhinein bestätigen können. Und wir haben den wohl besten Reiseleiter bekommen, den man sich vorstellen kann. Schwieriger war die Wahl der Astro-Farm. Auch hierzu habe ich mich im Vorfeld gründlich informiert; im Grunde kann man die in Frage kommenden Farmen ja an einer Hand abzählen. Doch die Empfehlungen der Sternfreunde Rolf Scheffer und Jens Hackmann haben letztendlich den Ausschlag für die Kiripotib-Farm gegeben, die rund 120 km südöstlich von Windhoek im Kalahari-Hochland liegt. Auch hier kann man im Nachhinein von einer sehr guten Wahl sprechen.

 

Titelbild Ausgabe 1/2015

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